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Forum zur Europäischen Bürgerinitiative

Europäische Bürgerinitiative in Spanien: Start auf lokaler Ebene

Aktualisiert am: 29 November 2019

Das Team derEuropäischenBürgerinitiative organisierte am 13. November in der Vertretung der Europäischen Kommission in Madrid einen Workshop zum Wissensaustausch, um über das Instrument und die partizipative Demokratie in Europa und Spanien zu diskutieren. An der Veranstaltung nahmen Experten aus diesem Bereich, Vertreter der spanischen Regierung und Bürger teil, die eine größere Rolle bei der Politikgestaltung der EU spielen wollten.

Alle einbeziehen!

Francisco Fonseca, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Spanien, und Raul Fuentes, stellvertretender Generaldirektor für institutionelle Angelegenheiten im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, Europäische Union und Zusammenarbeit, starteten den Workshop. Beide teilten Anekdoten über die partizipative Demokratie und ihre möglichen Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Olga Kurpisz, Referentin in der Europäischen Kommission, stellte den Teilnehmern anschließend einige Fakten zur Europäischen Bürgerinitiative zur Verfügung und stellte die wichtigsten Merkmale der Reform des Instruments vor. So gelten ab Januar 2020 neue Vorschriften zur Vereinfachung des Verfahrens. Die Europäische Kommission möchte das Instrument für die Bürgerinnen und Bürger leichter zugänglich machen. Der Schwerpunkt lag auf dem von der Kommission eingerichteten Kooperationsforum, das Informationen und Orientierungshilfen zum Prozess der Koordinierung einer Initiative bietet und Raum für die Erörterung von Ideen bietet, Ihr Netz von Partnern und Unterstützern stärkt und eine unabhängige Rechtsberatung in Anspruch nimmt.

Nachdem die Teilnehmer ihr Wissen über die Europäische Bürgerinitiative erschüttert hatten, nahmen sie an einer Debatte teil, die von Enrique Montes, Präsident der Stiftung Amigos MIRA in Spanien, moderiert wurde und an der Olga Kurpisz und Julio Lopez, Vertreter des Regionalverbands der Nachbarschaftsverbände in Madrid, teilnahmen.

Im Mittelpunkt der Debatte stand die Idee, dass das Instrument zwar auf EU-Ebene funktioniert, es aber wichtig ist, das Bewusstsein der lokalen Gemeinschaften zu schärfen. Auf diese Weise können sich die Bürgerinnen und Bürger leichter mit ihr in Verbindung setzen und erkennen, welche Veränderungen sich in ihrem Alltag ergeben können. Julio Lopez berichtet über seine Erfahrungen mit einem Bottom-up-Ansatz für die Beteiligung der Nachbarschaft und betont, dass solche Instrumente stärker auf lokaler Ebene gefördert werden müssen. Er erklärt, dass Initiativen sich positiv auf alle Ebenen der Gesellschaft, einschließlich der Stadtviertel, auswirken könnten.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion fand ein Gruppengespräch statt, bei dem die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, aktiv über Herausforderungen zu diskutieren und Ideen für die Durchführung einer erfolgreichen Bürgerinitiative-Kampagne zu entwickeln. 

Nutzung der Ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen

Während der Gruppendiskussion äußerten die Teilnehmer Bedenken hinsichtlich der Mittelbeschaffung und der Erreichung der erforderlichen Anzahl von Unterschriften.

Sie erklärten, dass die Kampagne in ein anspruchsvolles Muster der Mobilisierung von Ressourcen eingebettet sei, dass Partner gefunden und effizient kommuniziert werden müssten.   All dies erfordert jedoch Ressourcen, um mit diesen Zielen zu beginnen und diese Ziele zu erreichen.

Die Redner und Sachverständigen gaben Orientierungshilfen zu den Tools, die den Organisatoren zur Verfügung stehen, wie z. B. ein kostenloses Online-Sammelsystem, kostenlose Übersetzungsdienste usw. 

Die Teilnehmer schlugen vor, den Wahlkampf besser zu handhaben:

  • Nutzung der von der Kommission bereitgestellten Instrumente, um potenziellen Unterstützern die Europäische Bürgerinitiative zu Kommunikationszwecken zu erläutern;
  • Kontakt zu Ihren Partnern (Skype-Anrufe, Festlegung kleiner Ziele usw.)
  • Organisation von Spaßveranstaltungen wie „Fiestas“ und Einladung Ihres lokalen Netzwerks;
  • Durchführung einer zielgerichteten Social-Media-Kampagne, bei der Ihr Netzwerk aufgefordert wird, sich zu beteiligen und sich auszutauschen.

Trotz der Anzahl der Unterschriften erfolgreich sein

Ein wichtiger Teil der Diskussion im Zusammenhang mit den Gesprächen kann eine Initiative sein, und es ist wichtig, sich auf den Erfolg der Kampagne und nicht auf die Anzahl der gesammelten Unterschriften zu konzentrieren.

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